Das Gerät arbeitet nach dem Wärmestromprinzip. Bei dieser Methode werden eine Probe und eine Referenz einem kontrollierten Temperaturprogramm (Heizen, Kühlen oder Isothermie) ausgesetzt. Ein Tiegel mit der Probe wird zusammen mit einem (normalerweise leeren) Referenztiegel auf den Sensor in der Messzelle (Ofen) des DSC-Systems gestellt. Probe und Referenz werden dem gleichen kontrollierten Temperaturprogramm und der gleichen Atmosphäre unterworfen. Aufgrund der Wärmekapazität der Probe steigt die Referenztemperatur etwas schneller an als die Probentemperatur. Die beiden Temperaturkurven verlaufen bei konstanter Heizrate parallel, bis eine Reaktion in der Probe eintritt. Zum Zeit- punkt t1 beginnt die Probe zu schmelzen. Während des Schmelzvorgangs bleibt die Probentemperatur konstant, während die Referenztemperatur weiterhin linear ansteigt. Sobald der Schmelzvorgang abgeschlossen ist, steigt die Probentemperatur zum Zeitpunkt t2 erneut linear an. Die gemessenen Eigenschaften sind die Probentemperatur und die Temperaturdifferenz zwischen Probe und Refe- renz. Aus den Rohdatensignalen wird die Wärmestrom- differenz zwischen Probe und Referenz ermittelt, die den kalorischen Änderungen der Probe entspricht.
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Die gasdichte Messzelle bietet eine definierte Atmosphäre für präzise Messungen. Der Gasfluss wird durch drei Magnetventile geregelt, die programmgesteuert ein- und ausgeschaltet werden können. Optional sind Massendurchflussregler erhältlich, die insbesondere für die Messung der Oxidations-induktionszeit/-temperatur (OIT/OOT) von Vorteil sind.Darüber hinaus sorgt die gasdichte Zelle dafür, dass das DSC-System nicht durch die Feuchtigkeit aus der Umgebung beeinträchtigt wird. Dies ist besonders in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit von Vorteil, da Kondensationsprobleme auf ein Minimum reduziert werden.
Der monolithische DSC-Sensor hält rauen Umgebungsbedingungen stand und bietet eine optimale Auflösung. Die lasergeschweißte Sensorscheiben und Thermoelementdrähte sorgen für hohe Empfindlichkeit und Robustheit. Im Fall unerwünschter Verunreinigungen von Zelle oder Sensor ist aufgrund des Temperaturbereichs bis 600 °C eine einfache Reinigung durch Ausbrennen der Verunreinigungen möglich. Darüber hinaus sorgen handliche Steckverbindungen für eine einfache und schnelle Installation der verschiedenen Kühlsysteme.
Das kompakte Design des Gerätes mit Kühlzubehör ist eine ausgezeichnete Wahl bei geringem Platzbedarf. Sie ist perfekt für Atline-Messungen im Labor, kann jedoch auch ganz einfach in einer Produktionsumgebung für QA/QK-Zwecke eingesetzt werden.