Bei Polyolefinen schreiben die Normen die Bestimmung des Rußgehalts und/oder auch des Glührückstandes von Rußen vor. Die Methode beruht auf der Pyrolyse des Kunststoffes im Inertgasstrom (Stickstoff), d.h. die zurückgebliebene Menge wird noch einmal bei derselben Temperatur unter Luftzufuhr verbrannt und der Rußgehalt durch Differenzwägung bestimmt.
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Das Prüfgerät besteht aus einem Rohrofen mit vor- und nachgebauten Glaswaren und Silikonschläuchen, über die die Zufuhr von Stickstoff und Druckluft und die Ableitung der Verbrennungsgase geführt wird. Die vorgebauten Glaswaren dienen zur Reinigung und anschließenden Trocknung des Stickstoffs, sofern dieser einen Sauerstoffgehalt größer als 0,002 enthält. Mittels eines Durchflussmessers kann die nötige Durchströmung manuell eingestellt werden.
Ein digitaler Temperaturregler regelt die Temperatur des Rohrofens. Er wird von Hand eingestellt. Der Ofen ist mit einer Sicherheitsabschaltung ausgerüstet, die bei einer Temperatur von 1100°C anspricht.
Eine Diode am Frontschild zeigt die Abschaltung an. Die Temperatur der Proben im Ofen wird mit einem Nickel-Chrom-Nickel-Temperaturfühler gemessen und auf einem Digital-Thermometer angezeigt.
Alle Komponenten des Test-Gerätes sind auf einem Gestell fest montiert. Zusätzlich sind im Lieferumfang je zwei Schiffchen aus Quarzglas und Porzellan, eine Tiegelzange zur Beschickung des Ofens und ein Exsikkator enthalten.
Die Analysenwaage wird in jedem Prüflabor benötigt. Sie dient der exakten Ermittlung wesentlicher Werte wie zum Beispiel MFR, Rußgehalt, K-Wert, Vernetzungsgrad, OIT, flüchtige Anteile, Wasseraufnahme oder ähnlichem.